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Sprinterqualitäten vor dem Start gefragt

Verfasst von jörn am 9. September 2011 - 10:49.
Starttag 11.12.2011: Günter Drießen, Jörn Schnöring und Herbert Frings (v. l.) von der ATG.  [Foto: Schmitter]

Es gehört zu den Phänomenen, die niemand so wirklich erklären kann: Kaum ist der imaginäre Startschuss zur Winterlauf-Anmeldung der ATG gefallen, ist der Wettbewerb auch schon ausgebucht. „Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir ein echter Volkslauf sind“, kann Günter Drießen auch spekulieren. Aber dem Leiter der Leichtathletik-Abteilung und Organisator des Laufes mit Start im Vichtbachtal und Ziel auf dem Chorusberg ist es irgendwie auch egal – er freut sich ganz einfach über die Popularität der gut 18 Kilometer langen Strecke aus der Voreifel durch das Münsterländchen, das Brander Feld und den Aachener Wald.

Wer sich also seines Startplatzes am Sonntag, 11. Dezember, ganz sicher sein will, der sollte sich schon in der Nacht zum kommenden Montag digital auf die Lauer legen. Um Punkt null Uhr öffnet sich das Anmeldefenster auf der Homepage der ATG, Einzugsermächtigung inklusive. Wenige Stunden später können die nicht digitalisierten Sportler ihre Anmeldung im Sporthaus Drucks, einem der Hauptsponsoren des Laufs, konventionell dingfest machen.

Den Winterlauf kann und braucht man nicht neu erfinden. Wiederum werden 2500 Plätze zur Verfügung stehen, wieder erfolgt der Startschuss um 11 Uhr und erneut reicht die Bandbreite der Qualität vom trainierten Freizeitläufer bis zum engagierten Vereinssportler. Mitnichten müssen alle Teilnehmer so schnell unterwegs sein wie Philipp Nawrocki von der ATG selbst, der bereits fünf Mal den Wettbewerb gewonnen hat. Auf die ganz leichte Schulter sollte man die Distanz aber auch nicht nehmen: „Wir gehen auch deshalb so früh in die Anmeldephase, damit die Freizeitläufer Zeit zum Trainieren haben“, rät Drießen zu gezielter Vorbereitung.

Neben den sportlichen Aspekt tritt auch bei der 49. Auflage des Laufs der soziale. Die Lebenshilfe ist treuer Partner der ATG. Jeweils ein Euro der 18 Euro Startgeld fließen auf das Konto der karitativen Einrichtung. Darüber besteht die freiwillige Möglichkeit zu einer weiteren Spende über die Internetadresse.

„Importierte“ Laufstars, die gegen Startgeld antreten, gibt es beim Winterlauf übrigens nicht. Auch das weist den Winterlauf als populäre Veranstaltung im ureigensten Sinne aus. Der Satz gilt: Jeder Finisher ist ein kleiner Sieger – und erhält natürlich ein Präsent.

[Quelle: Hans-Peter Leisten, Aachener Zeitung, 8.9.2011]

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