Berichte aus den Oster-Trainingslagern

Trainigslager Egmond

In den Osterferien waren die ATG-Leichtathleten wieder unterwegs, um sich in Trainingslagern an den verschiedensten Orten Europas die Form für die kommende Saison zu erarbeiten. Hier kommen die Berichte der einzelnen Gruppen.

Today it hurts, tomorrow it works ….

Trainingslager in Egmond /Alkmaar/NL, 24. bis 31. März 2018 - Bericht von Marlies

Zum dritten Mal in Folge rief uns die holländische Nordseeküste zur intensiven Vorbereitungswoche. Insgesamt 15  frostunempfindliche Athleten plus Trainerin machten sich auf den kurzen Weg. Leider konnten wir nicht wieder in unser Domizil der letzten beiden Jahre ziehen, doch die 4 Bungalows in Egmond a/d Hoef boten neue Möglichkeiten. Schnell fanden sich Namen für die 4 Häusergruppen : Die 5 „Lästerschwestern“, die 3 „Westfalen“, die 4 „Alten Sägge“ und die 4 „Ornitholgen“ - eigentlich 3 Ornithologen und ihr „komischer Vogel“ …<--break->

Das Haus der Westfalen fungierte als Koch- und Ess-Haus, im leicht entfernten Haus der Ornithologen fanden die abendlichen Spiele-Runden statt. Wie schon die Jahre zuvor funktionierte das gemeinsame Kochen und Planen sehr gut. Und wie die Jahre zuvor, standen jeweils zwei Trainingseinheiten pro Tag auf dem Programm.

Vormittags waren wir wieder zu Gast im Stadion des AV Hylas in Alkmaar, wo es uns – ausser an ein paar Grad Wärme – an nichts mangelte. Nachmittags ermöglichte der Nordseestrand viele Möglichkeiten für Läufe und Sprünge.

Zum zweiten Mal versuchten wir in 7 Challenges den „Held von Egmond“ zu ermitteln. Schnell stellte sich heraus, dass es in diesem Jahr einen neuen Champion geben würde. Gleichzeitig entbrannte ein heisser Kampf um den „Häuser-Sieg“. Am Ende siegte die Konstanteste – und somit wurde Ricarda zu Recht die neue Heldin von Egmond !

Das Wetter zeigte sich, wenn schon nicht von seiner warmen, so zumindest von seiner trockenen Seite, so dass immer ein sinnvolles Training möglich war. Wie schon in den beiden Jahren zuvor war aber ausgerechent unser Pausen-Tag, der Mittwoch, sehr nass – aber so stürmten wir kurzerhand das Alkmaarsche Schwimmparadies Hoornse Vaart, welches nicht nur mit einer 50m-Bahn (so kam Jonas zu seiner persönlichen Extra-Einheit), sondern auch mit einem Wellenbad und vor allem einer Röhrenrutsche punkten konnte. Die Rutsche entwickelte sich bei den Herren zum Renner : Hier konnte man nicht nur die Musik zum Rutschen wählen, sondern auch die Geschwindigkeit messen lassen – was unsere Jungs dazu brachte, mit der besten Rutschposition und dem besten Einstiegssprung (mit welcher Haltung erreiche ich spät die Lichtschranke...) die schnellstmögliche Zeit zu erreichen...

Der anschließende kurze Alkmaar-City-Besuch war denn leider von der allzu intensiven Parkhaus-Kontaktaufnahme beeinträchtigt, trotzdem ist die Altstadt einen Besuch wert.

Der Donnerstag beschenkte uns dann mit viel Sonne und ließ die Freude am Training und am beliebten Spike-Ball-Spiel wieder aufflammen. Mit der „Rechenkönig“-Challenge wartete allerdings auch der nervenaufreibenste Tagesabschluss. Nach der Freitags-Nachmittags-Einheit und der letzten Challenge (wer hatte noch genügend Kapazitäten frei für schnelle Reaktion... ?) gab es dann das traditionelle Trainingslagergrillen. Wieder ersatunte es die Trainerin, wieviel Essen in 15 Athleten passt …. :-)

Aber sie haben auch alle in dieser Woche viel geleistet und so die Grundlage zu einer guten Sommersaison gelegt.

Es war in diesem Jahr wieder eine tolle Zeit mit Euch und es hat mir viel Spaß gemacht – es wurde viel gelacht, geschwitzt, gekämpft und manchmal auch miteinander, umeinander, durcheinander gerungen – aber genau das macht ein Team, eine Gruppe aus – das Zusammenführen von wertvollen Individuen. Und eben das macht eine Trainingslagerwoche so wertvoll.


Trainingslager in Albufeira/Portugal - Bericht von Christiane

Zwei Wochen früher als im letzten Jahr starteten insgesamt 18 Athleten, zwei Trainer und unsere Physiotherapeutin Laura in das sonnige Albufeira, um sich unter portugiesischer Sonne für die kommende Wettkampfsaison vorzubereiten. Trotz des frühen Osterfestes empfingen uns unsere altbekannten Trainingsstätten mit sonnigen und warmen Temperaturen, so dass bereits am Anreisetag unseren zahlreichen Trainingslagerneulingen der Strand und die herrlichen Klippen gezeigt und von ihnen genossen werden konnten.

Im Unterschied zu den letzten Jahren waren wir nun in den Doppelzimmern des Sporthotels untergebracht. Somit waren die bisher üblichen „Kochsessions“ nicht mehr möglich. Zu unserer aller Erleichterung befand sich in jedem Zimmer ein kleiner Kühlschrank, so dass für die mittägliche Nahrungsaufnahme zumindest die Lebensmittel und Getränke kalt gestellt werden konnten.
Apropos Essen: In den Vorjahren war es immer ein großes Problem gewesen für unsere Gruppe einen gemeinsamen Abendessenstisch gestellt zu bekommen. Dies war zum Teil mit langen Wartezeiten verbunden. In diesem Jahr klappte das nach wenigen Tagen hervorragend. Es wurde für uns ein Tisch gedeckt, der uns jeden Morgen und Abend zur Wunschzeit zur Verfügung stand. Somit konnten wir immer gemeinsam das Abendessen einnehmen. Highlight war das deutsche Fähnchen (ansonsten waren nur die Tische der russischen und weissrussischen Fraktionen mit Fähnchen markiert)! Man war sich nicht sicher, ob dies an den Trinkgeldern, an den charmanten Versuchen von Ivan, portugiesisch zu lernen gelegen hat, oder an der Tatsache, dass man nun Hotelgast war und nicht Bungalowbewohner zweiter Klasse. ;-)

Die mit den Hotelzimmern einhergehende Zentralität (von den Bungalows waren in den Vorjahren deutlich weitere Wege zum Essen zurückzulegen) führte in der Folge der kommenden Tage zu einem wahren Wettkampf um eine sekundengenaue Pünktlichkeit bei den  gemeinsamen Treffpunkten. In den Fällen, in denen dies misslang, waren 10 Liegestützen „Strafarbeit“ pro angefangener Verspätungsminute zu verrichten. Hatte man sich früher noch um die korrekte Zeit gestritten, war nun dank der funkgesteuerten Smartphones diese Diskussion hinfällig.

Für das abwechslungsreiche Training sorgten die Crossbahn, der Strand, der Wurfplatz, der Indoorpool des Hotels, das Rasenfußballfeld und die beiden kleinen Tartanstadien. Zu unserem großen Glück war eines der Stadien ganz neu saniert worden und konnte von uns in den ersten Tagen kostenfrei benutzt werden. Leider wurden die Bauarbeiten während unseres Aufenthaltes fertig gestellt und der Platz wurde abgeschlossen, so das kein Training mehr möglich war. Die verlangte Tagespauschale in Höhe von 25,- Euro pro Person wollten wir nicht bezahlen.

Der Wettergott blieb uns wunderbarerweise über den gesamten Zeitraum der 11 Tage hold. Die Temperaturen schwankten zwischen 17-20°C und nur an einem einzigen Nachmittag gab es ein paar Regentröpfchen. Das beständige Wetter wurde von den meisten Athleten zu einer dritten Trainingseinheit in den trainingsfreien Zeiten genutzt: Beachvolleyball. Hier kam es sogar zu einigen „Competitions“ mit Athleten anderer Vereine oder Nationen. Auch die gemeinsamen Abende in der Lobby des Hotels eröffneten die Möglichkeit zu Kontaktaufnahmen mit Sportlern der unterschiedlichsten Nationalitäten. Der wohl schönste Abend entwickelte sich am vorletzten Trainingslagerabend, als nach dem Abendessen ein junger männlicher Entertainer den Musikgeschmack des sportlichen Publikums traf und unsere Jungs und Mädels nach anfänglichem Zögern die Lobby zu einer Tanzfläche umfunktionierten. Dieses schöne Erlebnis wollten alle am letzten Abend noch einmal wiederholen. Da sich aber kein guter Alleinunterhalter im Hotel befand, wurde die Tanzfläche kurzerhand an den Pool verlegt. Zur Vermeidung ruhestörenden Lärmes ließ man den Tag am Strand mit zunehmend romantischer Musik ausklingen und genoss ein letztes Mal die Strand- und Urlaubsstimmung.